INNOVATIVE THERAPIEPAKETE

Bewährte Methoden sind in der Medizin natürlich die beste Therapie. Und
innovative und klinisch geprüfte Zugänge eine wertvolle Ergänzung. Das ist
die Grundlage der DUCEST Therapiepakete.

DUCEST NEUROSTIMULATIONSTHERAPIE

Konservative Behandlung für PAVK-Patienten. Gehstreckenverlängerung bis
zu einem Vielfachen der Ausgangswerte und Unterstützung der Wundheilung.

DUCEST KOMBINATIONSTHERAPIE

Verbesserte Geweberegeneration bei chronischen Wunden durch die Kombination
der DUCEST Neurostimulation mit topischer Anwendung von Vivostat
(plättchenreiches Fibrin).

DUCEST NEUROSTIMULATOR

Integraler Bestandteil beider Therapiepakete. Der Wirkmechanismus beruht
auf der Stimulation des Nervus Vagus.

 

Die Ducest-Therapie

Die diabetische Wunde, das Ulcus cruris, sowohl arterieller als auch venöser Genese, findet sich in der Praxis oft als therapierefraktäre Wunde. Ebenso schlechte Heilungsverhältnisse findet man bei Amputationswunden bei Diabetikern. Mehrere Faktoren sind notwendig, um solche Wunden zur Abheilung zu bringen (1).

Eine neue Therapieoption ergibt sich durch die „Duale Zellstimulation“ mittels Vivostat® PRF® (Platelet Rich Fibrin) in gemeinsamer Anwendung mit der Stimulation des Nervus Vagus.

Vivostat® PRF® ist vollkommen autolog. Aus 120 ml Patientenblut werden 6 ml PRF gewonnen. In einem Mikroliter davon findet man bis über eine Million Thrombozyten. Autologes PRF enthält viele Wachstumsfaktoren (2), unter anderem PDGF (Platelet Derived Growth Factor). Der positive Einfluss von PDGF auf die Heilung chronischer Wunden wurde in einer doppelblinden, placebokontrollierten Multicenterstudie gezeigt (3). Die Aktivität dieser Biomatrix wurde für mindestens 96 Stunden nachgewiesen (4).

Die Defizite in der lokalen Blutversorgung dieser chronischen Wunden stellen aber weiterhin ein Problem bei der Heilung dar. Diese Lücke wird bei der Ducest-Therapie durch eine Dauerstimulation des N.vagus geschlossen. Äste des N.vagus im Ohr (5) werden in einem dreistündig wechselnden Rhythmus über fünf Tage hinweg stimuliert. Neben der analgetischen Wirkung durch Freisetzung von Endorphinen kommt es auch zu einer Veränderung der Durchblutung (6), und thermographisch konnten darüber hinaus gezeigt werden, dass diese Stimulierung zur Erwärmung von minderdurchbluteten Extremitätenanteilen führt. Diesen Effekt wollten wir nutzen, um die Wirksamkeit von PRF® im Rahmen der dualen Zellstimulierung zu steigern.

Vorraussetzung für die Applikation von PRF® ist eine saubere Wunde. Vor jeder Therapie erfolgt ein ausführliches Debridment. Danach wird PRF® in einer gleichmäßig dicken Schicht aufgesprüht. Die direkte Wundabdeckung erfolgt mit einem nichtanhaftenden, nichtabsorbierenden Verband (z. B. Mepitel, Sorbion), welcher bis zur nächstfolgenden Therapie nicht gewechselt wird. Darüber wird absorbierendes Verbandmaterial aufgebracht, das nach Bedarf gewechselt wird.

Parallel dazu wird der Stimulator (P-Stim®) für fünf Tage angelegt. Dieser stimuliert in einem dreistündigen Ein-Aus-Intervall mit einer Frequenz von 1 Hz. Die Therapie wird im Abstand von 7 Tagen wiederholt.

Es wurden 7 Pilotpatienten (2 w, 5 m) im Alter zwischen 55 und 84 Jahren behandelt. 6 litten an seit Monaten Jahren bestehenden Ulcera crura (2 arterielle, 2 venöse und 2 gemischte Ulcera), einer an einem diabetischen Gangraen der Zehen 4 und 5 mit konsekutiv erfolgter Grenzzonenamputation. Alle hatten schon mehrere erfolglose Vortherapien erhalten. 5 Patienten zeigten nach 6 - 8 Anwendungen einen eindeutigen Therapieerfolg mit Wundverschluss oder mehr als 50%-iger Wundverkleinerung. Es gab keine Komplikationen. 2 Therapieversager wurden beobachtet. Eine Patienten mit einem venösen Ulkus verweigerte jegliche Kompressionstherapie, im anderen Fall mussten wir auf die P-Stim Therapie verzichten, da der Patient ICD Träger (=Kontraindikation für P-Stim) war.

Conclusio: Die DUCEST Therapie ist für die Behandlung chronischer Wunden geeignet, eine weitere Evaluierung in einer prospektiven Studie ist geplant.

Literaturangaben

(1) Steenvoorde P., van Doorn L.P., Naves C., et al.: Use of autologou platelet-rich fibrin on had-to-heal wounds. Journal of Wound Care 2008; 17:60-63
(2) Danielsen P., Jorgensen B., Karlsmark T., et al.: Topical Autologous Platelet-Rich-Fibrin versus No Intervention on Epithelialization of Donor Sites and Meshed Split-Thickness Skin Autografts: A Randomized Clinical Trial. Plastic and Reconstructive Surgery 2008; 122 5 :1431-40
(3) Valbonesi M., Gianni G., Migliori F., et al.: The role of autologous fibrin-platelet Glue in plastic surgery: A preliminary report. Int. J Artif Organs 2002;25:334-8
(4) Rasmus L., Morten H.D., Magnus S.Ä.: Bioactivity and stability of endogenous fibrogenic factors in platelet-rich fibrin. Wound repair and regeneration 2008, 16:356-363
(5) Peuker E.T., Filler T.J.: The Nerve Supply of the Human Auricle. Clincal Anatomy 2002; 15:35-37
(6) Szeles JC, Litscher G.: Objectivation of cerebral effects with a new continuous electrical auricular stimulation technique for pain management. Neurological research 2004;26:797-800

 

Eine Chance für das diabetische Fußsyndrom (DFS)

Ein neues Konzept auf Bewährungsprobe: „Duale Zellstimulation (plus)“ nennt sich jene Therapievariante, die seit Kurzem bei diabetisch mitverursachten Wunden zum Einsatz kommt. Konkret wird dabei das Aufbringen von plättchenreichem körpereigenem Fibrin (PRF plus Antibiotika) in die Wunde mit vagaler Stimulation kombiniert. Plättchenreiches autologes Fibrin ist ein ideales
Substrat für die Wundheilung, da alle zuständigen Botenstoffe aus dem eigenen Körper darin enthalten
sind. Das dazu gesprühte Antibiotikum, wird ebenfalls in der Fibrinmatrix gebunden und kann so über einige Tage auf die Keime einwirken. Die ersten klinischen Ergebnisse lassen ein großes Potenzial der Therapie erkennen. Studie: Wirksamkeit lokaler Anwendung von Antibiotika in der Fibrinmatrix: J D Cashman, The use of tissue sealants to deliver antibiotics to an orthopaedic
surgical site with a titanium implant. Unterstützung in der Wundheilung durch aurikuläre Vagus-Stimulation: Alle vitalen Vorgänge in unserem Körper werden über das vegetative Nervensystem, das nicht bewusst gesteuert werden kann, reguliert. Neben der pharmakochemischen Beeinflussung des vagalen Systems ist aber auch eine elektrische Stimulation vagaler Effekte möglich – etwa über das Ohr. Ein neues System versucht nun, das im Sinne einer verbesserten Wundheilung zu nützen.

 

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